Windenergie Ingenieurwesen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ist der Studiengang an der Fakultät für Bauingenieurwesen angesiedelt?

Im Jahr 2000 forschten mehrere Institute der Leibniz Universität Hannover zusammen an Tragstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen. Zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Windenergie folgten, so dass die Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie im Jahr 2010 die Initiative ergriff, ein eigenes Institut für Windenergiesysteme und einen interdisziplinären Studiengang zu gründen. Ergebnis ist der Masterstudiengang „Windenergie-Ingenieurwesen“, den Bauingenieure, Maschinenbauer und Elektrotechniker studieren können.

Dabei wird niemand verdreht oder bekehrt: Maschinenbauer bleiben Maschinenbauer, Elektrotechniker bleiben Elektrotechniker und Bauingenieure bleiben Bauingenieure, bzw. werden zu Windenergie-Ingenieuren. Entscheidend sind die Vertiefung und die gewählten Module, nicht die Fakultätszuordnung des Studiengangs.

Ist der Wechsel von einer Fachhochschule zur Leibniz Universität Hannover möglich?

Ein Wechsel von einer Fachhochschule zu einer Universität ist überhaupt kein Problem. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

In welcher Sprache sind die Vorlesungen?

Der Studiengang ist grundsätzlich deutschsprachig. Der Großteil der Vorlesungen wird in deutscher Sprache angeboten. Es gibt jedoch auch viele Vorlesungen in englischer Sprache – eine gute Vorbereitung auf die sehr internationale Branche. Im Falle mündlicher Prüfungen kann in der Regel zwischen Deutsch und Englisch gewählt werden, so dass Sie trotz englischer Vorlesung eine Prüfung in deutscher Sprache absolvieren können oder umgekehrt. Trotzdem sind ausreichende deutsche Sprachkenntnisse sowohl für das Studium als auch das Leben neben dem Studium erforderlich.

Ist ein Industriepraktikum Pflicht?

Die Möglichkeit eines Industriepraktikums im In- und Ausland besteht für alle Vertiefungsrichtungen des Masterstudiengangs Windenergie-Ingenieurwesen und wird von allen beteiligten Instituten unterstützt. Voraussetzung für den Abschluss ist es aber nicht.

Gehört ein Auslandsaufenthalt zum Studium?

Als Studierende der Leibniz Universität haben Sie die Möglichkeit, an einer der zahlreichen Partneruniversitäten und -forschungseinrichtungen einen Auslandsaufenthalt zu realisieren. Auslandsaufenthalte werden empfohlen und in jeder Weise unterstützt, sie sind jedoch keine Pflicht.

Kann die Projekt- und Masterarbeit in einem Unternehmen geschrieben werden?

Alle beteiligten Institute unterstützen das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten in Kooperation mit Unternehmen. Studierende benötigen lediglich einen Prüfer und einen Betreuer seitens der Universität.

Ist das Erlernen von Software-Anwendungen Teil des Lehrplans?

Als Ingenieur sind Softwarekenntnisse die Grundlage für ihre Karriere. Im Studiengang Windenergie-Ingenieurwesen profitieren Sie von dem allgemeinen Software-Katalog der Leibniz Universität Hannover und können z.B. Matlab kostenlos nutzen. Viele Module des Studiengangs arbeiten zudem mit Excel, Matlab oder aeroelastischen Codes wie beispielsweise FAST. Zudem werden eigene Quellcodes der jeweiligen Institute genutzt. In den Projektierungsmodulen wird WindPRO eingesetzt, einer der führenden Programme zur Planung von Windparks. Neben den Übungen und dem Selbststudium haben Sie außerdem die Möglichkeit Software-Tutorien zu besuchen.

Softwarekenntnisse sind keine Zulassungsvoraussetzung. Wir empfehlen unseren Studierenden aber dringend, sich im Laufe ihres Masterstudiums die Grundlagen ingenieurwissenschaftlicher Software anzueignen, falls dies nicht schon im Bachelor geschehen ist.

Wann beginnt das Sommer- und Wintersemester?

Die Semesterzeiträume der Leibniz Universität Hannover können Sie hier einsehen.

Wo findet sich die Prüfungsordnung?

Die Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Windenergie-Ingenieurwesen finden Sie hier.

Wo finden sich Modulkataloge & -übersichten?

Eine Übersicht über die Module des Masterstudiengangs Windenergie-Ingenieurwesen finden Sie hier bzw. auf den Seiten der jeweiligen Basiskompetenzen und auf der Homepage der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie. Die Modulübersicht und der Modulkatalog stehen zudem als PDF zur Verfügung. 

Was sind die Studienschwerpunkte?

Windenergie-Ingenieurwesen ist ein ingenieurwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichteter Masterstudiengang für Absolventen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik oder des Bauingenieurwesens (oder verwandter Studiengänge).

Ein Drittel des Studiums zielt auf fächerübergreifende Inhalte. Hier belegen Studierende mit der Basiskompetenz Maschinenbau Inhalte aus der Elektrotechnik und dem Bauingenieurwesen. Studierende mit der Basiskompetenz Elektrotechnik erwerben Kompetenzen im Maschinenbau und Bauingenieurwesen. Bachelor-Absolventen des Bauingenieurwesens bekommen Einblicke in den Maschinenbau und die Elektrotechnik.

Im fachspezifischen Teil vertiefen die Studierenden ihre Basiskompetenz, wobei man im Maschinenbau und dem Bauingenieurwesen zwischen einer konstruktiv geprägten oder einer planerisch dominierten Ausrichtung wählen kann.

Einen weiteren wichtigen Teil nehmen studentische Arbeiten ein. Hier lernen die Studierenden Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, indem sie ein Projekt begrenzter Komplexität weitestgehend selbstständig bearbeiten. Neben der Abschlussarbeit muss eine Projektarbeit angefertigt werden.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Die Zulassungsvoraussetzungen und weitere Informationen zur Bewerbung sind unter Bewerbung zu finden.

Welche Bewerbungsfristen gibt es?

Die Bewerbungsfristen und weitere Informationen zur Bewerbung sind unter Bewerbung zu finden.

Startet das Studium im Winter- oder Sommersemester?

Die Immatrikulation im Masterstudiengang Windenergie-Ingenieurwesen ist sowohl im Winter- als auch im Sommersemester möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter Bewerbung.

Gibt es die Möglichkeit zu promovieren?

Der Masterstudiengang Windenergie-Ingenieurwesen schließt mit dem Master of Science (M. Sc.) ab. Damit ermöglicht er den Absolventinnen und Absolventen eine anschließende Promotion zum Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.).

Wie sind die Berufsaussichten?

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Windenergie-Ingenieurwesen sind in der rasant wachsenden Windindustrie sehr gefragt. Daher erwartet sie ein großer internationaler Arbeitsmarkt. Durch die Interdisziplinarität auf der einen und die Spezialisierung auf der anderen Seite zählen sowohl klassische Berufe des Ingenieurwesens als auch planerisch-wirtschaftliche Tätigkeiten zu ihren Karriereperspektiven. Mögliche Arbeitgeber sind unter anderem z.B.:

  • Hersteller und Zulieferer von Windenergieanlagen
  • Ingenieurbüros
  • Zertifizierungseinrichtungen
  • Forschungsinstitute
  • Baubehörden und -verwaltungen
  • Projektierer
  • Energieversorger
  • Netzbetreiber
  • Banken, Versicherer und Investoren
Wofür brauchen wir die Windenergie?

Die Windenergie wird auch in Zukunft eine tragende Rolle bei der globalen Energiewende spielen. Sie ist besonders geeignet zügig zusätzliche regenerative Energie bereitzustellen und mit ihren hohen Wirkungsgraden bei geringen Kosten ist die Windenergie anderen erneuerbaren Energiequellen überlegen – was nicht heißt, dass Photovoltaik, Wasserkraft und Bioenergie verzichtbar sind.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist dringend nötig: Die Polkappen schmelzen wegen steigender Durchschnittstemperaturen und konventionelle Kraftwerke verschmutzen die Luft. Außerdem stehen endliche Ressourcen, die auf fossilen oder nuklearen Rohstoffen basieren, einem steigenden globalen Energiebedarf gegenüber. Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine regenerative Energieerzeugung also unumgänglich.  

Der Studiengang Windenergie-Ingenieurwesen ermöglicht es Studierenden, sich in einem zukunftssicheren Job für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen.

Haben Sie noch weitere Fragen?

Wir und unsere Kolleginnen und Kollegen helfen Ihnen gerne weiter.